Alexandriner (Verslehre)

aus TheaterWiki, der freien Wissensdatenbank für Theaterwesen und Schauspielkunst
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Alexandriner ist im Deutschen eine sechshebige jambische Verszeile mit Zäsur nach der 3. Hebung. In der deutschen Dichtkunst wird er von Martin Opitz eingeführt. Im 17. Jahrhundert beherrscht er das deutsche Versdrama und die deutsche Lyrik. Als Musterbeispiele mögen die Sonette von Andreas Gryphius gelten. Ursprünglich ist dieser Vers jedoch in der französischen Lyrik zuhause. Die französische Sprache hat sehr viel mehr endbetonte Wörter als das Deutsche - weshalb im französischen Alexandriner statt dreier Jamben immer auch gern ein Anapäst-Paar dazwischen gestreut wird. Achtung: Basis des französischen Versmaßes sind nicht Versfüße, sondern die Silbenzählung.

Le Poète est semblable / au prince des nuées
Qui hante la tempête / et se rit de l'archer;
Exilé sur le sol / au milieu des huées,
Ses ailes de géant / l'empêchent de marcher.
(Charles Baudelaire: L'Albatros)
Dieser Artikel basiert (teilweise) auf dem Artikel Alexandriner (Verslehre) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
odysseetheater
Werkzeuge