Andromache (Racine)

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Andromache (fr.: Andromaque) ist eine Tragödie in 5 Akten von Jean Racine (1639 - 1699), Uraufführung: Paris, 17. November 1667

Im Rahmen der französischen Klassik die erste Tragödie im ursprünglichen antiken Sinn.<p> Die Handlung beruht auf einigen Versen aus Vergils Aeneis (IV, 292 - 332)<p> 1. Akt
Oreste, der Sohn Agamemnons, wird von den Griechen nach Épire geschickt, um Astyanax zu holen, den Sohn von Hector und Andromaque, der von Pyrrhus, dem Sohn des Achille, gefangen gehalten wird. Oreste freut sich, dass er bei der Gelegenheit Hermione, die Tochter der Hélène und Verlobte von Pyrrhus, die auch er liebt, wieder sehen kann. Außerdem trifft er auch seinen alten Freund Pylade wieder, den er seit über 6 Monaten nicht mehr gesehen hat.
1. Szene: Oreste und Pylade treffen sich. Oreste vertraut seinem Freund seine Geschichte an.
2. Szene: Oreste kündigt seine Intention an, Astyanax nach Griechenland mitzunehmen und Pyrrhus lehnt förmlich ab. Dann lädt er Oreste ein, Hermione zu treffen.
3. Szene: Phoenix warnt Pyrrhus, dass Oreste sich wieder in Hermione verlieben könnte. Pyrrhus scheint nicht dagegen zu sein.
4. Szene: Pyrrhus kündigt Andromaque, in die er sehr verliebt ist, Gefahr für ihren Sohn an. Er bietet an, für Astyanax zu kämpfen, wenn sie ihn heiratet. Die Witwe Hectors lehnt ab – Pyrrhus wird gefährlich.<p> 2. Akt
1. Szene: Hermione erzählt ihrer Vertrauten Cléone, dass sie daran denkt, Oreste zu treffen. Cléone rät ihr, mit ihm zu fliehen. 2. Szene: Oreste gesteht Hermione seine Liebe. Sie zeigt sich nicht abgeneigt.
3. Szene: Monolog Orestes – er denkt, dass Hermione mit ihm kommt und Pyrrhus sie nicht zurückhält.
4. Szene: Die Situation kehrt sich um. Pyrrhus Kündigt Oreste und Phoenix an, dass er schlussendlich Hermione doch heiraten will.
5. Szene: Pyrrhus zögert noch. Phoenix überredet ihn, dass er doch Hermione heiratet.
Fazit: Oreste sieht die Situation als aussichtslos, nachdem Pyrrhus Hermione heiraten will. Er denkt, dass er sie nie wieder bekommen wird.<p> 3. Akt
1. Szene: Oreste und Pylade. Oreste ist wütend, er denkt daran, Hermione zu entführen.
2. Szene: Oreste spricht mit Hermione, resigniert aber.
3. Szene: Hermione wundert sich, dass Oreste nicht mehr wütend ist. Cléone ist gegen ihn.
4. Szene: Andromaque bittet Hermione, sich um ihren Sohn zu kümmern, falls sie stirbt. Diese lehnt auf grausame Weise ab.
5. Szene: Andromaque verachtet Hermione. Céphise rät ihr mit Pyrrhus zu reden.
6. Szene: Andromaque macht Pyrrhus Hoffnungen. Sie zeigt, dass es kein definitives Nein ist.
7. Szene: Pyrrhus bittet sie noch einmal, ihn zu heiraten und damit ihr Leben und das ihres Sohnes zu retten.
8. Szene: Andromaque weiß nicht, was sie tun soll. Sie denkt nach, ob sie Pyrrhus heiraten sollte. Das Leben ihres Sohnes ist ihr sehr teuer, aber mit dieser Hochzeit müsste sie den ganzen Hass gegen Pyrrhus überwinden. Sie schickt Céphise schon, um zuzusagen und hält sie dann doch wieder zurück. Sie entscheidet sich, an Hectors Grab nach einer Antwort zu suchen.
Fazit: Am Ende des 3. Aktes ist die Situation unklar. Alles hängt an Andromaques Entscheidung. Sie ist hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu ihrem Sohn und dem Ekel und Hass gegenüber Pyrrhus.<p> 4. Akt
1. Szene: Andromaque entscheidet sich, Pyrrhus zu heiraten, um ihrem Sohn das Leben zu retten, und sich anschließend umzubringen. Céphise findet die Idee gut, will sie aber überreden, am Leben zu bleiben.
2. Szene: Cléone sagt Hermione, dass Pyrrhus Andromaque heiraten wird. Hermione lässt Oreste rufen.
3. Szene: Hermione bittet Oreste, Pyrrhus für ihre Liebe zu töten. Er zögert, sagt aber schließlich zu.
4. Szene: Cléone versucht, Hermione zur Vernunft zu bringen.
5. Szene: Pyrrhus versucht, sich vor Hermione zu rechtfertigen. Er sagt, dass sie sich sowieso nie geliebt haben. Hermione meint doch (Vers 1365!). Sie ist mit der Hochzeit einverstanden, schickt ihn aber zu Andromaque, weil sie ihn nicht mehr sehen will.
6. Szene: Phoenix warnt Pyrrhus vor Hermione und Oreste, dieser ignoriert ihn aber.
Fazit: Die Tragödie scheint sich zu nähern – jeder scheint dem Tode geweiht.<p> 5. Akt
1. Szene: Hermiones Monolog. Sie fragt sich, was sie da gerade macht.
2. Szene: Cléone erzählt ihr über den Hergang der Hochzeit. Als Hermione erfährt, dass Pyrrhus glücklich ist, wünscht sie seinen Tod. Cléone erzählt auch, dass Oreste Gewissensbisse hat.
3. Szene: Oreste erzählt Hermione, dass er Pyrrhus getötet hat. Sie reagiert, als ob sie es nicht befohlen hätte. Sie sagt er hätte es nicht tun sollen. Sie bleibt und geht nicht mit ihm mit.
4. Szene: Oreste allein. Er fragt sich, warum er das gemacht hat – für nichts und was jetzt kommen mag.
5. Szene: Oreste erfährt von Pylade, dass er flüchten muss und dass Hermione sich getötet hat. Andromaque lässt Oreste verfolgen, er verfällt dem Wahnsinn und sein Freund Pylade kümmert sich um ihn.
Fazit: Pyrrhus ist tot, Hermione bringt sich um, Oreste ist wahnsinnig. Die Tragödie nimmt ein Ende und nur Andromaque und ihr Sohn entrinnen. <p> siehe auch:

Dieser Artikel basiert (teilweise) auf dem Artikel Andromache (Racine) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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