Anton Pawlowitsch Tschechow

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Tschechow-Denkmal im Kurpark in Badenweiler

Anton Pawlowitsch Tschechow ['tʃʲɛxəf] (russisch Антон Павлович Чехов, wiss. Transliteration Anton Pavlovič Čechov; * 17. Januar 1860 in Taganrog, Russland; † 15. Juli 1904 in Badenweiler) war ein russischer Schriftsteller und Dramatiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Tschechow wurde am 29. Jänner 1860 im südrussischen Taganrog am Asowschen Meer geboren. Sein Vater war Kaufmann; sein Großvater hatte sich unter großen Mühen von der Leibeigenschaft freigekauft. Tschechow besuchte von 1868 bis 1879 das Gymnasium in Taganrog. Während seiner Gymnasialzeit führte Anton zusammen mit seinen Brüdern Gogóls Revisor auf.

Nach dem Schulabschluss ging Tschechow nach Moskau, um an der medizinischen Fakultät der Moskauer Universität sein Diplom als Arzt zu bekommen. Er musste Eltern und Geschwister ernähren. Tschechow betätigte sich als Arzt und war Mitarbeiter bei humoristischen Journalen. Seit 1882 schrieb er für eine Sankt Petersburger Zeitung.

Als praktizierender Arzt erwarb er sich einen gründlichen Einblick in die menschliche Natur, "deren wirklicher Wert für mich als Schriftsteller nur der ermessen kann, der selber Arzt ist." Seine unausgesetzten wissenschaftlichen Studien machten ihn zum überzeugten philosophischen Materialisten und Atheisten - ohne dass er deswegen antikirchliche Tendenzen entwickelte.

1889 starb sein Bruder Nikolai an Tuberkulose. Die Frage nach dem Sinn des Lebens stellte sich immer drängender. Der selbst bereits lungenkranke Schriftsteller nahm 1890 klaglos die Strapazen einer Reise durch Sibirien auf sich, um über Zwangsarbeit auf der Gefangeneninsel Sachalin zu berichten. Der Reisebericht schilderte erschütternd das "Leben" von Ausgegrenzten im Zarenreich.

1892 kaufte Tschechow das Gut Mélichowo bei Moskau, wo er die meisten seiner besten uns allgemein beliebtesten Novellen schrieb und als Arzt die Bauern kostenlos behandelte. Auch die Komödien Die Möwe und Onkel Wanja entstanden hier. Hier gründete Tschechow auch zwei Schulen, ein Krankenhaus und ein Feuerwehrdepot. "Wie gut wäre es", schrieb Tschechow, "wenn jeder von uns eine Schule, einen Brunnen oder sonst etwas in dieser Art hinterließe, damit das Leben nicht vorübereilt und spurlos in der Ewigkeit verschwindet." - wie es den Gestalten seiner Dichtungen meist zu geschehen pflegte.

Hier im ehemaligen Hotel Sommer, der heutigen Rehabilitationsklinik Park-Therme, in Badenweiler starb Tschechow

Tschechow reiste viel, nicht nur innerhalb Rußlands, sondern auch nach West- und Südeuropa. Er besuchte Leo Tolstój auf dessen Gut, den er als Dichter so hoch schätzte, wie er ihn als religiösen Prediger ablehnte. Tolstój wiederum verehrte in Tschechow den Novellisten, lehnte ihn aber als Dramatiker ab, da er seine Bühnencharaktere nicht moralisch bewertet, sondern mit dem prüfenden Blick des Arztes diagnostiziert. Tschechow selbst betrachtete die Novelle als sein "Eheweib", das Drama als "eine effektvolle, lärmende, dreiste und ermüdende Geliebte". Tatsächlich haben seine Dramen einen novellistischen, an äußerer Handlung armen Charakter. Sie leben von einem poetischen, geradezu symbolischen Realismus - "Sie morden den Realismus", schrieb ihm Gorki 1900 -, doch sind es niemals ausgedachte Symbole, die Tschechow verwendet, sondern solche, die er in der Realität findet, etwa die Möwe, der Kirschgarten, der Wald usw. Der völlig unpolitische Tschechow war kein Gesellschaftskritiker, obwohl seine Stück leicht als Gesellschaftskritik aufgefasst werden können. Er selbst aber war jedenfalls aufrichtig überzeugt, dass er schlicht und einfach "lustige Stücke" schrieb und man wird seine Stücke missverstehen, wenn man ihnen eine schwermütige Melancholie und Morbidität andichtet. Im Schweigen enthüllt sich ihre eigentliche Atmosphäre, im Schweigen, das dort beginnt, wo das vordergründige Gerede endet. Tschechows Gestalten reden und empfinden aneinander vorbei, sie schweigen sogar aneinander vorbei. Sie überspielen die unendliche Leere ihres Daseins und wirken gerade komisch, weil sie so traurig sind. Tschechow lullt das Publikum nicht durch verschwommene Impressionen elegisch pathetischer Gefühle ein, sondern lenkt die Aufmerksamkeit auf die eigentliche Wahrheit, die jenseits der oft belanglos scheinenden Worte hinter der äußeren Handlung (oder besser Nicht-Handlung) steht.

1901 ehelichte Tschechow die Schauspielerin Olga Knipper. Aufgrund seiner Lungentuberkulose zog er nach Jalta (Krim/Südukraine) um. Dort lebte er einerseits in Jalta selbst, aber auch in einem Dorf außerhalb der Stadt, da er - als Arzt und guter Mensch - viele Menschen auch mitten in der Nacht kostenlos behandelte. Wegen dieser Tätigkeit kam er nicht zum Schreiben und mietete die Dorfwohnung an. Hier empfing er auch Maxim Gorki, der ein Schlafverbot für Städte hatte.

1902 schrieb er an Sergei Diaghilew:

Die heutige Kultur ist der Beginn einer Arbeit im Namen einer großen Zukunft, einer Arbeit, die vielleicht noch Zehntausende von Jahren dauern wird, damit die Menschheit, wenn auch in ferner Zukunft, die Wahrheit eines wirklichen Gottes erfahre, das heißt nicht errate und nicht bei Dostojewski suche, sondern klar erkenne, so wie man erkennt, daß zwei mal zwei vier ist.[1]

Im Sommer 1904 reiste Tschechow in den Kurort Badenweiler in Deutschland. Dort verstarb er am 15. Juli (nach anderen Quellen am 14. Juli). Nach einem Glas Champagner sollen "Ich sterbe" seine letzten Worte gewesen sein.

Die Beisetzung Tschechows hätte ganz im Stile seiner Werke von ihm selbst nicht besser erfunden werden können. Von Badenweiler im Schwarzwald wurde Tschechows Leichnam nach Moskau überführt, wo sich die Trauergemeinde am Bahnhof versammelt hatte und höchst erstaunt war, als Tschechow mit militärischen Ehren bestattet wurde. Tatsächlich folgten sie versehentlich dem eben aus der Mandschurei überführten Sarg General Kellers. "Als der Fehler aufgeklärt wurde", berichtet Gorki, "fingen einige lustige Leutchen an zu schmunzeln und zu lächeln. Hinter Tschechows Sarg schritten etwa hundert Menschen, nicht mehr ..." Tschechows Sarg war in einem grünen Güterwagon transportiert worden, mit der Aufschrift: "Für Austern".

Das Grab des Dramatikers befindet sich in Moskau.

Das Werk

Tschechow ist einerseits als Verfasser einer großen Zahl von Erzählungen hervorgetreten, andererseits als Dramatiker. Die bekanntesten Dramen sind Die Möwe (Чайка, Čajka), Onkel Wanja (Дядя Ваня , Djadja Vanja), Drei Schwestern (Три сестры , Tri sestry), Der Kirschgarten (Вишневый сад, Višnevy sad). Die meisten seiner wichtigen Erzählungen (so zum Beispiel Krankenzimmer Nr. 6 und Die Schlucht) drehen sich um das Leben der Kleinbürger in Russland, um die Sünde, das Böse, der Verfall des geistigen Lebens und der Gesellschaft. Sie lesen sich als tiefer, müder Seufzer. Andere jedoch, wie Der Student oder Die Steppe, sind eine rauschende Huldigung an Gott, die Welt und das Menschengeschlecht...

Wirkung

Tschechows Stücke, die eine tragikomische Sicht auf die Banalität des Provinzlebens und die Vergänglichkeit des russischen Kleinadels zeigen, erhielten kurz nach der Übersetzung internationale Resonanz. Auch heute wird Tschechow als unübertroffener Meister der Kurzgeschichte betrachtet. Die meisten seiner handelnden Personen sind anständig und sensibel. Sie träumen davon, ihr Leben zu verbessern, meistens vergeblich, wegen des Gefühls der Hilf- und Nutzlosigkeit. Sprachwissenschaftler sind der Ansicht, Tschechow habe die Passivität des Gesellschaftslebens des zaristischen Russlands kritisiert. Aber er hat seine Leser nie belehrt − er zog immer vor, die höchst individualisierten Charaktere samt ihren spezifischen Problemen in seinen Werken vorzuzeigen, ohne ihr Handeln zu bewerten oder zu kritisieren.

Tschechow übte einen immensen Einfluss auf die Formung der modernen Novelle und des Schauspiels aus. Zu seinen Innovationen zählen die auffällige Sparsamkeit an Erzählstrategien und die Bevorzugung der Persönlichkeit der Charaktere vor der Handlung; seine impressionistische Neigung zu den besonderen Ansichtspunkten; sein Verzicht auf die traditionellen Intrigen und, in den Worten Karl Mays, der Einsatz der Atmosphäre “zweideutiger Mischung sowie der äußeren Details als auch der inneren Projektion“. Tschechows Werk übte unmittelbaren Einfluss auf Schriftsteller und Novellisten des 20. Jahrhunderts aus, darunter James Joyce, Katherine Mansfield und Sherwood Anderson. Auch im Stil Katherine Anne Porters, Franz Kafkas, Ernest Hemingways, Bernard Malamuds und Raymond Carvers ist der Einfluss Tschechows zu erkennen.

Würdigungen

Am 15. Juli 1908, vier Jahre nachdem Anton Pawlowitsch Tschechow in Badenweiler starb, wurde ihm das weltweit erste Denkmal gesetzt. Es war das erste Denkmal, das überhaupt einem russischen Schriftsteller außerhalb seiner Heimat gesetzt wurde. Dieses Denkmal wurde 1918 kurz vor dem Ende des Ersten Weltkrieges für Rüstungszwecke eingeschmolzen. Übrig blieb der leere Sockel. Erst 1992 wurde eine neue Tschechow-Büste als Geschenk der Tschechow-Freunde der Insel Sachalin auf den alten Sockel gesetzt.

Literatur

  • Lydia Awilowa: Tschechow, meine Liebe. Erinnerungen. Berlin: Ed. Ebersbach. 2004. (= Blue notes; 20) ISBN 3-934703-70-4
  • Rosamund Bartlett: Anton Čechov. Eine Biographie. Wien: Zsolnay. 2004. ISBN 3-552-05309-3
  • Gerhard Bauer: "Lichtstrahl aus Scherben". Čechov. Frankfurt am Main u. a.: Stroemfeld. 2000. (= Nexus; 56) ISBN 3-86109-156-9
  • G. P. Berdnikow: Anton Tschechow - Eine Biographie. Berlin 1985
  • Christine von Brühl: Die nonverbalen Ausdrucksmittel in Anton Čechovs Bühnenwerk. Bern u. a.: Peter Lang. 1996. (= Europäische Hochschulschriften; Reihe 16; Slawische Sprachen und Literaturen; 52) ISBN 3-631-49062-3
  • Ivan Bunin: Čechov. Erinnerungen eines Zeitgenossen. Berlin: Friedenauer Presse. 2004. ISBN 3-932109-38-4
  • Marija P. Čechova: Mein Bruder Anton Tschechow. Berlin: Kindler. 2004. ISBN 3-463-40446-X
  • György Dalos: Die Reise nach Sachalin. Auf den Spuren von Anton Tschechow. Hamburg: Europ. Verl.-Anst. 2001. ISBN 3-434-50503-2
  • Ingrid Dlugosch: Anton Pavlovič Čechov und das Theater des Absurden. München: Fink. 1977. (= Forum Slavicum; 42) ISBN 3-7705-1594-3
  • Raffaella Fortarel: Lebenseinstellungen - Glaubensvorstellungen. Ethische Positionen im Werk von Anton Pavlovič Čechov. Frankfurt am Main u. a.: Peter Lang. 2003. (= Europäische Hochschulschriften; Reihe 16; Slawische Sprachen und Literaturen; 70) ISBN 3-631-51045-4
  • Matthias Freise: Die Prosa Anton Čechovs. Eine Untersuchung im Ausgang von Einzelanalysen. Amsterdam u. a.: Rodopi. 1997. (= Studies in Slavic literature and poetics; 30) ISBN 90-420-0336-7
  • Horst-Jürgen Gerigk: Die Russen in Amerika. Dostojewskij, Tolstoj, Turgenjew und Tschechow in ihrer Bedeutung für die Literatur der USA. Hürtgenwald: Pressler. 1995. ISBN 3-87646-073-5
  • Natalia Ginzburg: Anton Čechov. Ein Leben. Berlin: Wagenbach. 2001. (= Salto; 17) ISBN 3-8031-1116-1
  • Michael Haubrich: Typisierung und Charakterisierung in der Literatur. Dargestellt am Beispiel der Kurzgeschichten A. P. Čechovs. Mainz: Liber. 1978. ISBN 3-88308-007-1
  • Karla Hielscher: Tschechow. Eine Einführung. München u. a.: Artemis. 1987. (= Artemis-Einführungen; 34) ISBN 3-7608-1334-8
  • Roswitha Hoffrichter: Natur- und Raumdarstellungen in A. P. Cechovs Erzählungen. 1895 - 1902. Frankfurt am Main u. a.: Peter Lang. 1990. (= Beiträge zur Slawistik; 12) ISBN 3-631-42809-X
  • Vladimir B. Kataev (Hsrg.): Anton P. Čechov - philosophische und religiöse Dimensionen im Leben und im Werk. Vorträge des Zweiten Internationalen Cechov-Symposiums, Badenweiler, 20.-24. Oktober 1994. München: Sagner. 1997. (= Die Welt der Slaven: Sammelbände; 1) ISBN 3-87690-675-X
  • Rolf-Dieter Kluge: Anton P. Čechov. Eine Einführung in Leben und Werk. Darmstadt: Wiss. Buchges. 1995. ISBN 3-534-12631-9
  • Thomas Mann: Versuch über Tschechow (1954). In: Meine Zeit - Essays 1945-1955. Frankfurt a. M. 1987
  • Volker Müller: Tausend und eine Leidenschaft. Feuilletons, Szenen, Reisebilder, Essays aus Deutschland zum Tschechow-Jahr. Rostock: Koch. 2004. ISBN 3-937179-45-3
  • Franz-Josef Ochsenfeld: Anton P. Tschechow, die Insel Sachalin. Köln: Hansen. 1994. (= Kölner medizinhistorische Beiträge; 66) ISBN 3-925341-65-X
  • Wolfgang Pailer: Die frühen Dramen M. Gor'kijs in ihrem Verhältnis zum dramatischen Schaffen A. P. Čechovs. München: Sagne. 1978. (= Slavistische Beiträge; 122) ISBN 3-87690-148-0
  • Josef Rattner / Gerhard Danzer: Anton Tschechow - Dichter, Arzt und Humanist. In: Rattner/Danzer: Der Humanismus und der soziale Gedanke im russischen Schrifttum des 19. Jahrhunderts. Würzburg: Königshausen & Neumann. 2003. ISBN 3-8260-2429-X
  • Peter Rippmann: Der andere Čechov. Ein Pamphlet. Bielefeld: Aisthesis. 2001. (= Aisthesis-Essay; 12) ISBN 3-89528-316-9
  • Frank Rainer Scheck: Anton Čechov. München: dtv. 2004. (= dtv; 31075. dtv-Portrait) ISBN 3-423-31075-8
  • Birgit Scheffler: Elemente des Čechovschen Dialogs im zeitgenössischen russischen Drama. München: Sagner. 1994. (= Slavistische Beiträge; 318) ISBN 3-87690-584-2
  • Wolf Schmid: Ornamentales Erzählen in der russischen Moderne. Čechov - Babel' - Zamjatin. Frankfurt am Main u. a.: Peter Lang. 1992. (= Slavische Literaturen; 2) ISBN 3-631-44242-4
  • Klavdia Smola: Formen und Funktionen der Intertextualität im Prosawerk von Anton Čechov. München: Sagner. 2004. (= Slavistische Beiträge; 428) ISBN 3-87690-877-9
  • Anja Tippner: Alterität, Übersetzung und Kultur. Čechovs Prosa zwischen Russland und Deutschland. Frankfurt am Main u. a.: Peter Lang, 1997. (= Slavische Literaturen; 13) ISBN 3-631-49608-7
  • Henri Troyat: Tschechow - Leben und Werk Stuttgart: DVA. 1987. ISBN 3-421-06352-4
  • Maria Tschechowa: Mein Bruder Anton Tschechow. Berlin: Kindler. 2004. ISBN 3-463-40446-X
  • Peter Urban: Čechov-Chronik. Daten zu Leben und Werk. Zürich: Diogenes. 2004. ISBN 3-257-01607-7
  • Thomas Wächter: Die künstlerische Welt in späten Erzählungen Čechovs. Frankfurt am Main u. a.: Peter Lang. 1992. (= Slavische Literaturen; 1) ISBN 3-631-43844-3
  • Birgit Wetzler: Die Überwindung des traditionellen Frauenbildes im Werk Anton Čechovs (1886 - 1903). Frankfurt am Main u. a.: Peter Lang. 1991. (= Europäische Hochschulschriften; Reihe 16; Slawische Sprachen und Literaturen; 40) ISBN 3-631-44042-1
  • Elsbeth Wolffheim: Anton Čechov. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt. 1988. (= Rowohlts Monographien; 307) ISBN 3-499-50307-7
  • Renata Helker/ Deutsches Theatermuseum München: Die Tschechows. Wege in die Moderne. Henschel Verlag. ISBN 3-89487-502-X

Verfilmungen

  • 1926 - Überflüssige Menschen - Regie: Alexander Rasumni - Vorlage: elf Novellen
  • 1939 - Celovek v futljare - Regie: Isidor_Markowitsch_Annenski - Vorlage: Erzählung Der Mann im Futteral
  • 1944 - Die Hochzeit (Swadba) - Regie: Isidor_Markowitsch_Annenski
  • 1944 - Sommerstürme (Summer storm) - Regie: Douglas Sirk
  • 1954 - Herz ohne Liebe (Anna na sheje) - Regie: Isidor_Markowitsch_Annenski - Vorlage: Erzählung Anna am Halse
  • 1954 - Das schwedische Zündholz (Schwedskaja spitschka) - Regie: Konstantin Judin - Vorlage: gleichnamige Erzählung
  • 1955 - Die Grille (Poprygunja) - Regie: Samson Samsonow - Vorlage: gleichnamige Novelle
  • 1960 - Die Dame mit dem Hündchen (Dama s sobatschkoi) - Regie: Jossif Chejfiz - Vorlage: gleichnamige Erzählung
  • 1961 - Die Steppe (La steppa) - Regie: Alberto Lattuada - Vorlage: Erzählung Die Steppe. Geschichte einer Reise
  • 1962 - Kontrabaß (Le contrebasse) - Regie: Maurice Fasquel
  • 1963 - Die drei Gesichter der Furcht (I tre volti della paura) - Regie: Mario Bava - Vorlage der dritten Episode: eine Novelle von Tschechow
  • 1966 - Seelchen (Duschetschka) - Regie: Sergej Kolossow
  • 1966 - In der Stadt S. (W gorode S.) - Regie: Jossif Cheifiz
  • 1968 - Die Möwe (The seagull) - Regie: Sidney Lumet - Vorlage: gleichnamiges Bühnenstück
  • 1969 - Der Kronzeuge (Glawny swidetel) - Regie: Aida Mansarewa
  • 1970 - Die Möwe (Tschajka) - Regie: Juli Karassik - Vorlage: gleichnamiges Bühnenstück
  • 1971 - Onkel Wanja (Djadja Wanja) - Regie: Andrei Michalkow-Kontschalowski - Vorlage Bühnenstück Onkel Vanja. Szenen aus dem Landleben
  • 1973 - Diese verschiedenen, verschiedenen Gesichter (Eti rasnyje, rasnyje, rasnyje liza) - Regie: Juri Saakow - Vorlage: verschiedene Erzählungen
  • 1973 - Ein schlechter, guter Mensch (Plochoi choroschi tschelowek) - Regie: Jossif Chejfiz - Vorlage: Erzählung Das Duell
  • 1974 - Romance with a Double Bass - Regie: Robert Young - Vorlage: Erzählung Romanze mit einem Kontrabass
  • 1975 - Kaschtanka (Kastanka) - Regie: Roman Balajan
  • 1977 - Unvollendete Partitur für ein mechanisches Klavier (Neokontschennaja pjessa djla mechanitscheskowo pianino) - Regie: Nikita Michalkow
  • 1977 - Komische Leute (Smeschnyje ljudi) - Regie: Michail Schweizer
  • 1978 - Die Steppe (Step) - Regie: Serhij Bondartschuk
  • 1978 - Das Drama auf der Jagd (Drama a vadaszoton) - Regie: Károly Esztergályos
  • 1978 - Drama auf der Jagd (Drama na ochote) - Regie: Emil Lotjanu
  • 1979 - Die Erbin (The beneficiary) - Regie: Carlo Gebler
  • 1980 - Erzählungen eines Unbekannten (Рассказ неизвестного человека) - Regie: Vytautas Žalakevičius
  • 1983 - Drei Schwestern - Fernsehfilm DDR 1983 - Regie: Thomas Langhoff
  • 1984 - Der Weidenbaum - Regie: Sohrab Shahid Saless
  • 1984 - Der Bär - Regie: Don Askarjan
  • 1987 - Schwarze Augen (Otschi tschornye) - Regie: Nikita Michalkow - Vorlage: Motive nach der Erzählung "Die Dame mit dem Hündchen"
  • 1987 - Der schwarze Mönch (Tschorny monach] - Regie: Iwan Dychowitschny
  • 1988 - Fürchten und lieben (Paura e amore) - Regie: Margarethe von Trotta - nach Motiven des Dramas "Drei Schwestern"
  • 1990 - Ariadne - ARD/RAI - nach einer Kurzgeschichte - Regie: Jochen Richter - mit Barbara Wussow, Albert Fortell, Nikolaus Paryla
  • 1994 - Vanya - 42. Straße (Vanya 42d street) - Regie: Louis Malle - Vorlage: Bühnenstück Onkel Vanja. Szenen aus dem Landleben
  • 1994 - Eine Liebe in Australien (Country life) - Regie: Michael Blakemore - Vorlage: Bühnenstück Onkel Vanja. Szenen aus dem Landleben
  • 1995 - August (August) - Regie: Anthony Hopkins - Vorlage: Bühnenstück Onkel Vanja. Szenen aus dem Landleben
  • 2003 - Die kleine Lili (La petite Lili) - Regie: Claude Miller - Vorlage: Bühnenstück Die Möwe

Hörspiele

  • 1959 - Onkel Wanja - Bearbeitung: Erika Kähler - Mitwirkende: Wolfgang Heinz, Erika Pelikowsky, Steffi Freund, Amy Frank, Emil Stöhr, Karl Paryla, Mathilde Danegger und Dieter Perlwitz - Regie: Herwart Grosse - Rundfunk der DDR - Länge: 83'38

Hörbücher

  • Drei Schwestern Gelesen von Ernst Jacobi, Julia Costa, Cordula Trantow, u.v.a. Der Hörverlag, München 2003. 2 CD (Laufzeit 130 Min.). ISBN 3-89584-706-2.
  • Der Kirschgarten Gelesen von Marianne Hoppe, Cordula Trantow, Luitgard Im, Günter Mack, Ernst Jacobi, u.v.a. Der Hörverlag, München 2003. 2 CD (Laufzeit 95 Min.). ISBN 3-89584-707-0.
  • Die Dame mit dem Hündchen Gelesen von Matthias Haase, Argon Verlag, Berlin 2004. 1 CD (Laufzeit 48 Min.). ISBN 3-87024-693-6.

Filme über Tschechow

  • 1969 Sujet für eine Kurzgeschichte (Sjushet dlja nebolschowo rasskasa) - Regie: Sergej Jutkewisch

Musik über Tschechow-Texte

  • 2005 Kammeroper "Der Roman mit dem Kontrabass" von Jürg Baur

Zitate

  • Eine Frau kann die Freundin eines Mannes nur in folgender Reihenfolge werden: zuerst seine Bekannte, dann seine Geliebte, dann seine Freundin. (aus: Onkel Vanja)
  • Wenn du das Leben verstehen willst, hör auf zu glauben, was die Leute sagen und schreiben. Beobachte lieber dich selbst und mach dir deine eigenen Gedanken.
  • Unzufriedenheit mit sich selbst bildet ein Grundelement jedes echten Talents.
  • Eine Krise kann jeder Idiot haben. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag.
  • Der Kluge lernt, der Dummkopf erteilt gern Belehrungen.
  • Du fragst: was ist das Leben? Das ist, als wollte man fragen: was ist eine Mohrrübe? Eine Mohrrübe ist eine Mohrrübe, mehr ist darüber nicht zu sagen.

Quellen

  1. Tschechow, Briefe 1879-1904, 462; Perepiska A.P. Tschechowa w trjoch tomach, Bd. 3, 536.

Weblinks

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Commons: Anton Pawlowitsch Tschechow – Bilder, Videos und Audiodateien


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