Existenzialismus

aus TheaterWiki, der freien Wissensdatenbank für Theaterwesen und Schauspielkunst
Wechseln zu: Navigation, Suche

Mit Existenzialismus (nicht einfach mit Existenzialphilosophie gleichzusetzen) bezeichnet man eine philosophische Strömung, deren Hauptgewicht auf der Individualität, Freiheit und Subjektivität des Einzelnen liegt. Sie entwickelte sich um 1940 hauptsächlich aus der Existentialontologie Martin Heideggers, der Existenzerhellung von Karl Jaspers und der Phänomenologie Edmund Husserls, die aber auch Denkansätze und Probleme aus der Existenzphilosophie Søren Kierkegaards, dem Idealismus Hegels und der modernen Gestaltpsychologie aufnahm. Der Hauptvertreter des französischen Existenzialismus ist Jean-Paul Sartre; daneben ordnet man den christlichen Philosophen Gabriel Marcel, den Philosophen des Absurden Albert Camus, den Phänomenologen Maurice Merleau-Ponty und die Philosophin Simone de Beauvoir, Sartres Lebensgefährtin, dem Existenzialismus zu.

Eine der bekanntesten und einflussreichsten existentialistischen Äußerungen, die jedoch sinngemäß schon bei Schelling nachgewiesen werden kann, ist das Wort Sartres, "Die Existenz geht der Essenz (dem Wesen) voraus.", das normalerweise zum Beleg herangezogen wird, dass es keine äußere moralische oder geistige Bestimmung zur Humanität gibt, außer der, die wir uns selbst schaffen. Die Menschen werden nicht von außen bestimmt, aber sind frei zu tun, während sie wählen - sie sind durch ihre Taten statt durch ihr Sein zu beurteilen, sie sind eins mit dem, was sie tun. Diese Version des Existenzialismus scheidet die Existenz eines Gottes oder einer anderen äußeren Instanz aus. Sartre warnte auch vor allen 'zähen' Elementen der Existenz, die die menschliche Freiheit beeinträchtigen könnten. Solange die Falle der Zähigkeit vermieden wird, wird das Hauptproblem für den Menschen in der Auswahl und Entscheidung für seine Taten bestehen.

Dieser Artikel basiert (teilweise) auf dem Artikel Existenzialismus aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
odysseetheater
Werkzeuge