Hermann Nitsch

aus TheaterWiki, der freien Wissensdatenbank für Theaterwesen und Schauspielkunst
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hermann Nitsch (* 29. August 1938 in Wien) ist ein österreichischer Künstler. Er ist Mitinitiator und einer der bedeutendsten Vertreter des Wiener Aktionismus, den er bis heute vertritt.

Nitsch absolvierte zuerst die Graphische Lehr- und Versuchsanstalt in Wien, wandte sich dann aber der Malerei zu. 1961 entstehen seine ersten "Schüttbilder", und Nitsch organisiert zusammen mit Otto Muehl und Adolf Frohner zahlreiche Aktionen nach dem Vorbild der Happenings in New York. In diesen Jahren entwickelt er die Hauptgedanken für sein Orgien-Mysterien-Theater (O.M.): Unter Einbeziehung aller Kunstformen (Malerei, Architektur, Musik, Opferritual, Messliturgie, etc.) sollen die Sinne der Teilnehmer schrittweise bis aufs Äußerste angespannt werden, um auf einem Höhenpunkt die Erkenntnis des Lebensprozesses an sich möglich zu machen: Wiederholung von Freuds 'Totemmahlzeit' Seit 1971 veranstaltet Nitsch auf dem von ihm erworbenen Schloss Prinzendorf regelmäßig Orgien-Mysterien-Spiele.

Hermann Nitschs Weltbild ist stark von mystischen Autoren, aber auch von Sade, Nietzsche, Freud, Artaud u.a. geprägt.

Weil er durch die Einbeziehung und Kombination von Opferritualen und liturgischen Elementen in seine blutigen Aktionen nicht nur Tierschützer, sondern auch Theologen und Vertreter der öffentlichen Moral zu Stellungnahmen reizt, ist sein Werk in der Öffentlichkeit stark umstritten. Umgekehrt distanzieren sich manche Aktions- und Performance-Künstler, auch frühere Mitstreiter, von dem allzu religiösen, gesamtkunstwerkhaften Einschlag seiner Kunst.

Weblinks


Dieser Artikel basiert (teilweise) auf dem Artikel Hermann Nitsch aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
odysseetheater
Werkzeuge