Hermann Sudermann

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Hermann Sudermann (*30. September 1857, † 21. November 1928) war ein Schriftsteller und Dramatiker, vornehmlich in Berlin.

Hermann Sudermann wurde 1857 in Matzicken, Memelland, geboren. Nach dem Besuch der Realschule machte er eine Apothekerlehre und absolvierte 1875 das Realgymnasium in Tilsit. In Berlin und Königsberg studierte er nachfolgend Geschichte und Philosophie, zur Finanzierung des Studiums arbeitete er als Hauslehrer.

Von 1881 bis 1882 war Sudermann Chefredakteur der liberalen Zeitung "Das deutsche Reichsblatt" in Berlin. Später arbeitete er als freier Schriftsteller an sozialkritischen Dramen. So stellte er etwa 1890 in dem Stück "Die Ehre" das verdorbene Moralverhalten der Armen und der Reichen gleichermaßen dar. 1900 wurde er Vorsitzender des Goethe-Bundes, der gegen die Verabschiedung der Lex Heinze durch den Deutschen Reichstag protestierte. 1914 schrieb er ein Drama mit dem Titel "Die Lobgesänge des Claudian", das den Dichter Claudian als ehrgeizigen, verlogenen und aalglatten Hofpoeten zeichnet, der aus gekränkter Eitelkeit seinen Gönner Stilicho ins Verderben reißt und bei dem Versuch umkommt, diesen Fehler wieder gutzumachen. Spätere Werke Sudermanns sind dem Naturalismus zuzuordnen, seine bekanntesten Romane sind "Der Katzensteg" (1899) und "Der tolle Professor" (1926). Die Verfilmung der Erzählung "Die Reise nach Tilsit" wurde 1928 als "Sunrise - A Song of Two Humans" der erste internationale Filmerfolg des Regisseurs Friedrich Wilhelm Murnau.

Hermann Sudermann starb 1928 in Berlin.


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