John Knox

aus TheaterWiki, der freien Wissensdatenbank für Theaterwesen und Schauspielkunst
Wechseln zu: Navigation, Suche

John Knox (* 1505 in Gifford Gate bei Haddington; † 24. November 1572 in Edinburgh) war ein schottischer Reformator.

John Knox

Nach der 1546 erfolgten Hinrichtung des schottischen Reformators George Wishart, der sein Freund gewesen war, nachhaltigen Einfluss auf ihn ausgeübt hatte, wirkte Knox als Prediger der sich im Schloß Andrews verschanzten Protestanten, wurde mit diesen 1547 von den Franzosen gefangen genommen und geriet zwei Jahre lang in Rouen in Galeerenhaft.

Nach seiner Befreiung wurde er 1549 Prediger in Berwick-upon-Tweed und 1551 in Newcastle-upon-Tyne. Nach der Thronbesteigung der Königin Maria entfloh er im Januar 1554 nach Genf, wo er ein entschiedener Anhänger von Johannes Calvin wurde und, nachdem er inzwischen in Frankfurt am Main und 1555 wieder in Schottland gewesen war, 1556 ein Predigeramt bei der englischen Gemeinde übernahm.

Nun erst verdammten die englischen Bischöfe den Abwesenden zum Feuertod. Knox aber verfertigte in dieser Zeit mit einigen Freunden eine englische Bibelübersetzung, die unter dem Namen Genfer Bibel bekannt wurde. Gleichzeitig mit dieser gab er 1558 einen "Zuruf" an den Adel und die Reichsstände von Schottland (The appellation of Iohn Knox and an admonition to England and Scotland) und die gegen Maria von England gerichtete Schrift The first blast of the Trumpet against the monstrous regiment of women heraus, welche ihm auch die Feindschaft der Regentin von Schottland und ihrer Tochter Maria Stuart zuzog.

Nichtsdestoweniger kehrte er im Mai 1559 nach Schottland zurück. Die Regentin erklärte ihn sofort für geächtet, aber das Volk nahm ihn mit Begeisterung auf. Als nach einer Predigt von Knox in Perth gegen die Bilderverehrung ein katholischer Priester sogleich eine Messe las, zerstörte die fanatisierte Menge Altäre, Bilder und Reliquien. Der Religionskrieg endete 1560, als die schottische Kirche in Lehre und Gottesdienstes presbyterianisch wurde.

Als Maria Stuart nach dem Tode ihrer Mutter in ihr Geburtsland heimkehrte und an ihrem Hof den katholischen Gottesdienst einführte (1561), trat ihr Knox in einer Weise entgegen, die bewusst an das Auftreten von Elija gegenüber Isebel erinnert sollte. Ein deshalb gegen ihn eingeleiteter Hochverratsprozess endete 1563 mit seiner Freisprechung, welcher im Sommer 1567 die Absetzung der Königin folgte. Auch daran war Knox wesentlich beteiligt. Marias Anhänger vertrieben ihn zwar 1571 aus Edinburg, doch kehrte er nach Wiederherstellung der Ruhe zurück und blieb dort bis zu seinem Tode.

Eine Statue von John Knox steht am Genfer Reformationsdenkmal.

Siehe auch

Weblinks

Meyerskonvlexikon.jpg Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Der Wissensstand von damals kann inzwischen überholt sein. Wenn Sie der Meinung sind, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt, dann kann dieser Hinweis aus dem Artikel gelöscht werden.


Dieser Artikel basiert (teilweise) auf dem Artikel John Knox aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
odysseetheater
Werkzeuge