Lotte Lenya

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Lotte Lenya (auch: Lotte Lenja; * 18. Oktober 1898 Wien als Karoline Wilhelmine Charlotte Blamauer; † 27. November 1981 New York City) war eine österreichisch-amerikanische Schauspielerin und Sängerin.

Sie war von 1926 bis zum Todes ihres Ehemannes 1950 die Ehefrau des Komponisten Kurt Weill und wirkte immer wieder in Stücken ihres Mannes mit. Bei der Uraufführung der Dreigroschenoper von Weill und Bertolt Brecht 1928 spielte sie die Seeräuber-Jenny, was aber im Programmheft der Uraufführung schlicht vergessen wurde.

1933 emigrierte das Ehepaar Weill über Paris und London in die USA. Lenya sang in Nachtclubs in New York und ging auf Theatertournee quer durch die USA, während ihr Mann Musicals mit Maxwell Anderson und Ira Gershwin erarbeitete. Sie spielte auch in Stücken ihres Nachbarn Maxwell Anderson, der einer der erfolgreichsten Theaterautoren der 1930er Jahre war. Nach dem Tode ihres Mannes 1950 zog sie sich weitgehend als Schauspielerin zurück und kümmerte sich um den Nachlass von Kurt Weill.

In späteren Jahren machte sich Lotte Lenya auch als Filmschauspielerin in Hollywood einen Namen. Besonders bekannt wurde sie in der Rolle der lesbischen KGB-Offizierin Rosa Klebb in dem James Bond-Film Liebesgrüße aus Moskau. Im Theater spielte sie in der Uraufführung des Musicals Cabaret die Rolle der Fräulein Schneider in den 1960er Jahren, die im Gegensatz zur Verfilmung mit Liza Minnelli als Sally Bowles im Zentrum des Bühnenstückes steht.

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