Luftschloss

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Unter einem Luftschloss versteht man einen Zustand oder einen Gegenstand, den man sich ersehnt, herbei wünscht oder erträumt, der aber außer in der Vorstellung noch keine Substanz hat. Es handelt sich um ein so genanntes Hirngespinst oder ein Fantasiegebilde. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist vom "Luftschloss-Bauen" die Rede. Entstanden ist es im 16. Jahrhundert nach der Redensart ein schloß in der lufft bawen, was so viel bedeutete wie: auf dem Dachboden sitzen und träumen. In der Operette Frau Luna lässt Paul Lincke singen: Schlösser, die im Monde liegen, bringen Kummer, lieber Schatz, womit auf die Unrealisierbarkeit von Luftschlössern angespielt wird.

Auch in der Psychologie spielen Luftschlösser eine Rolle. Oft dienen sie in der Hypnosetechnik als Rückzugsort, falls der Patient in gefährdete Bereiche zu entweichen droht. Der Therapeut lässt den Patienten dann in ein tatsächlich existierendes oder vorher in Absprache konstruiertes Refugium (in diesem Falle ein selbst erdachtes Luftschloss) zurückkehren.

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