Salomon Anski

aus TheaterWiki, der freien Wissensdatenbank für Theaterwesen und Schauspielkunst
Wechseln zu: Navigation, Suche

Salomon Anski (eigentl. Shlomo Sanwel Rappaport, * 1863 in Witebsk oder Tscheschnik, Russland; † 8. November 1920) war ein russischstämmiger Autor und Dramatiker.

Er erhielt eine traditionelle jüdische Erziehung. Die russische Sprache erlernte er als Autodidakt. Er lernte Buchbinder und als zweites Handwerk Schlosserei oder Schneiderei (hier gehen die Angaben der Biographen auseinander). Er wurde Mitglied der russischen Narodniki und geriet schon bald mit der Polizei in Konflikt, die ihn überwachte und schließlich 1891 auswies.

1894 erreichte er Paris, wo er zuerst als Buchbinder arbeitete. Später war er dann Sekretär des russischen Sozialrevolutionärs Pjotr Lawrow und Sekretär der russischen Sozialrevolutionären Partei in Paris. Für die jüdisch-sozialistische Bewegung, den "Bund", schrieb er zwei bekannte Hymnen: "Di Shwu'e", (Der Schwur) und "In salziken Jam fun menschleche Trern" (Im salzigen Meer menschlicher Tränen).

1919 reiste er in die von polnischen Truppen befreiten Städte Wilna und Warschau, wo er Mitarbeiter der jüdischen Zeitung "Der Moment" wird. Sein bekanntestes Stück "Der Dybbuk", schrieb er auf russisch für das damals bekannte Theater Stanislawski. Doch durch den Krieg konnte das Stück nicht mehr aufgeführt werden. Schließlich übersetzte er es selbst ins Jiddische.

siehe auch: jiddische Literatur


Dieser Artikel basiert (teilweise) auf dem Artikel Salomon Anski aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
odysseetheater
Werkzeuge