Volkstheater (Wien)

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Volkstheater Wien

Das Volkstheater in Wien ist ein privates Schauspielhaus. Es wird von der Volkstheater-Privatstiftung als GmbH geführt.

Das Theater wurde im Jahre 1889 durch den Verein des Deutschen Volkstheaters von einem Dichter und einem Industriellen begründet, der ein bürgerliches Gegenstück zum kaiserlichen Hofburgtheater schaffen wollte. Das Gebäude wurde von der damals im mitteleuropäischen Theaterbau führenden Architektengemeinschaft Büro Fellner & Helmer (Architekt: Ferdinand Fellner d. J.) im Stil des Historismus errichtet.

Es wurde als Deutsches Volkstheater am 14. September 1889 mit dem Schauspiel Der Fleck auf der Ehr des Theatervereinsmitglieds Ludwig Anzengrubers eröffnet. 1901, 1907 und 1911 wurde das Gebäude erweitert. Von 1938 bis 1945 wurde es als Teil des nationalsozialistischen Freizeitprogramms Kraft durch Freude der Deutschen Arbeitsfront betrieben; dafür wurde es 1939 umgebaut, wobei der Skulpturenschmuck der Fassade entfernt wurde. 1944 wurden die Kuppel und die Foyers durch Bomben zerstört. 1945 wurde das Gebäude wiederhergestellt, wobei auf die Kuppel und das Fassadentympanon verzichtet wurde. Das Theater wurde in Volkstheater umbenannt und im Juni 1945 wiedereröffnet. 1980 bis 1981 wurde das Haus innen und außen nach Fellners Originalplänen unter Rudolf Jarosch generalsaniert; auch die Kuppel wurde wiedererrichtet. Ursprünglich hatte das Theater 1.900, heute 1.148 Plätze.

Das nahe der Wiener Ringstraße gelegene Theater liegt in unmittelbarer Nachbarschaft des Naturhistorischen Museums, des Kunsthistorischen Museums, des Museumsquartiers und des Spittelbergs.

Der Spielplan enthält die Klassiker der deutschsprachigen Theaterliteratur, die Klassiker des Wiener Volkstheaters Ferdinand Raimund und Johann Nestroy und auch zeitgenössische Stücke. Das Theater wurde lange Jahre von Emmy Werner geführt. Im Herbst 2005 übernahm Michael Schottenberg die Direktion. Das Volkstheater unterhält seit 2005 den 'Volkstheater Hundsturm', eine Theaterspielstätte im 5. Wiener Gemeindebezirk. Dort werden experimentelle Theaterarbeiten präsentiert (u.a. von Wojtek Klemm, Dejan Dukovski, monochrom (Gruppe)).

Das nach wie vor privat geführte Haus wird von der Stadt Wien und der Kunstsektion des Bundeskanzleramts gefördert.

Uraufführungen

(Auswahl)

  • Arthur Schnitzler: Komtesse Mizzi oder Der Familientag (5. Januar 1909)
  • Arthur Schnitzler: Anatol (3. Dezember 1910, zeitgleich am Lessingtheater Berlin)
  • Peter Turrini: Rozznjogd (27. Januar 1971)
  • Harald Sommer: Ich betone, dass ich nicht das geringste an der Regierung auszusetzen habe (28. September 1973)
  • Peter Turrini: Die Bürger (27. Januar 1982)

Weblinks


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