Francis Walsingham

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Sir Francis Walsingham (* 1532 in Scadbury Park, Chislehurst, Kent; † 6. April 1590), begründete den britischen Geheimdienst und vereitelte mehrere Attentate auf Elisabeth I. von England (1558-1603).

Francis Walsingham war der Sohn eines Anwalts. Er bekam mit 20 Jahren seine Zulassung zum Anwalt und 1563 einen Parlamentssitz. 1568 bekam er den Auftrag, die Spione in London zu bekämpfen, zwei Jahre später wurde er Botschafter in Frankreich. 1573 erfolgte seine Aufnahme in den Kronrat.

Er war ein Mann mit hohen moralischen Prinzipien und persönlicher Treue zur Königin. Sein Geheimdienst diente ausschließlich England und keinerlei Eigeninteressen. Mehr noch: seine Agenten bezahlte er zum größten Teil aus eigener Tasche, da die Königin ständig in Geldnot war. Dabei verbrauchte er sein ganzes Vermögen und verarmte.

Sein Sekretär wurde Thomas Phelippes, der Sohn eines Zollbeamten und einer der besten englischen Chiffrierungsexperten.

Die englische Königin erfuhr durch Walsingham bereits von den Plänen zur Invasion Englands (vgl. Armada 1588) bevor Philipp II. seine Minister offiziell unterrichtete. Ein weiteres Problem war Maria Stuart, zu deren Gunsten man mehrere Verschwörungen (siehe: Babington-Verschwörung) gegen Elisabeths Leben unternahm. Walsingham zählte hier zu den Befürwortern ihrer Hinrichtung 1587 und sammelte die Beweise dafür.

Kurz nachdem Jakob I. 1603 den englischen Thron bestieg, benannte er Walsinghams Geheimdienst in "Secret Service" um.


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