Wolfgang Bauer

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Wolfgang Bauer (* 18. März 1941 in Graz) ist ein österreichischer Schriftsteller des Forum Stadtpark. Mit seinem provokanten Frühwerk Magic Afternoon schaffte er 1968 den Durchbruch.

Der in Graz geboren und lebende Wolfgang Bauer entzieht sich seit vielen Jahren erfolgreich allen literaturbetrieblichen und germanistischen Versuchen, mit einem Etikett versehen und einer Schriftsteller-Kategorie zugeordnet zu werden - zu seinem eigenen Schaden. Hauptsächlich als Dramatiker irritierend, waren doch seine Auftritte als Lyriker, Romancier und Feuilletonist äußerst erfolgreich und populär, im gleichen Ausmaß, in dem sie die Anforderungen der Gattung jeweils nicht erfüllten. (Zitat Literaturverlag Droschl)

Wolfgang Bauer studierte nach der Matura Theaterwissenschaften und Romanistik in Graz und Wien, schloss das Studium jedoch nie ab. Mit der Gründung des Forum Stadtpark wurde er zum Vertreter der schriftstellerischen Avantgarde, seine frühen Stücke zeigen eine unverkennbare Lust zur Provokation und sind stark von der Rock- und Pop-Szene beeinflusst.

Er war siebenundzwanzig, als er sich mit Magic Afternoon 1968 in die vorderste Reihe der österreichischen Gegenwartsdramatik schrieb. Obwohl Wolfi Bauer nach seinen frühen Erfolgen äußerst produktiv blieb und seine Stücke weiterhin gespielt wurden, konnte der Dramatiker die Erwartungen der Theater nicht wirklich erfüllen. Bauers Texte wurden immer experimenteller und sein Privatleben drängte in der Folge mehr als seine Theaterstücke in die Schlagzeilen. Aus finanziellen Gründen übnernahm er diverse Auftragsarbeiten und schrieb journalistische Texte für Magazine wie das Airport Journal und die Wienerin.
1991 gestaltete er den Katalog zur steirischen Landesausstellung Sport - Sinn und Wahn.

Urteil von Kritikern zur Person Wolfgang Bauer:
Deutschlands lustigster Trivialautor, Verfasser von Zeitdokumenten, Naturalist, gesellschaftskritischer Neorealist, Autor des absurden Dramas, ordinär, pornografisch - eben Magic Wolfi.

Inhaltsverzeichnis

Auszeichnungen

Werke

Drama

  • 1962 Der Schweinetransport, Maler und Farbe, Zwei Fliegen auf einem Gleis
  • 1962-64 Microdramen
  • 1964 Katharina Doppelkopf
  • 1967 Party for Six, Die Menschenfresser
  • 1968 Magic Afternoon
  • 1969 Change
  • 1971 Film und Frau, Silvester oder das Massaker im Hotel Sacher
  • 1974 Gespenster
  • 1976 Magnetküsse
  • 1980 Memory Hotel
  • 1982 Pfnacht, Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?, Batyscaphe 17-26 oder Die Hölle ist oben
  • 1983 Das kurze Leben der Schneewolken, Ein fröhlicher Morgen beim Friseur
  • 1984 Der Tod des Herrn Ingenieur Leo Habernik aus Linz
  • 1986 Ein schrecklicher Traum
  • 1987 Herr Faust spielt Roulette
  • 1991 Das Lächeln des Brian de Palma (Schauspielhaus Graz), Ach armer Orpheus (Schauspielhaus Wien)
  • 1992 Totu-wa-botu
  • 1993 Die Kantine (Schauspielhaus Graz), Insalata mista (Ouio Theater, New York), Café Museum - Die Erleuchtung (Oper in zwei Bildern)
  • 1996 Die Menschenfabrik, Skizzenbuch (Wiener Festwochen 1996)
  • 2001 Café Tamagotchi
  • 2004 Foyer (steirischer herbst 2004)

Roman

  • 1967 Der Fieberkopf

Lyrik

  • 1969 Das stille Schilf
  • 1981 Das Herz

Hörspiel

  • 1998 Dream Jockey

Fernsehspiel

  • 1970 Die Edeggerfamilie

Drehbuch

  • 1974 Häuptling der Alpen
  • 1983 In Zeiten wie diesen
  • 1987 22, schwarz...

Literatur

  • Walter Grond und Gerhard Melzer: DOSSIER 7 Wolfgang Bauer, Literaturverlag Droschl 1994, ISBN 3-85420-377-2



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