Zäsur

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Zäsuren sind z.B. in der römischen, griechischen und germanischen Dichtung Einschnitte, die nach bestimmten Quantitäten im Vers erfolgen. Eine Zäsur markiert eine minimale Pause beim Lesen, wie zum Beispiel am Hexameter. Ein Hexameter setzt sich aus Daktylus und Spondeen zusammen. Ein Daktylus besteht aus einer langen und zwei kurzen Einheiten. Ein Spondeus besteht aus zwei langen Einheiten. Bei der Platzierung von Zäsuren wird eine lange Einheit als eins gezählt und zwei kurze Einheiten ebenfalls als eins. Es gibt folgende Zäsuren:

  • Trithemimeres (nach drei Einheiten)
  • Penthhemimeres (nach fünf Einheiten)
  • Hephthemimeres (nach sieben Einheiten).

Der Begriff Zäsur existiert auch in der Literatur, besonders der Lyrik, und der Musik. In letzterer handelt es sich um einen kurzen senkrechten Strich in der Notenschrift, der Sängern oder Spielern von Blasinstrumenten anzeigt, wo geatmet werden soll.

In den verschiedenen Kunstformen hat die Zäsur verschiedene Wirkungen, die von entspanntem Innehalten bis zur spannungsgeladenen Stille/Pause, einem Einschnitt, reichen. Insofern ist sie ursprünglich dem Handwerkszeug der Rhetorik zuzuordnen.

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