Theater der griechischen Antike

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Die entscheidenden Impulse für das europäische Theater gingen von der griechischen Antike aus. Begonnen hat es mit Chorliedern bei Festen zu Ehren des Gottes Dionysos. Bald wurden diese mit Rundtänzen erweitert, ein solistischer Sänger trat in Erscheinung, der dann auch als Schauspieler tätig wurden.

Als Begründer dieser Aufführungen gilt der griechische Priester Thespis, der bei den Panathenäen 536 bis 534 v. Chr. auf dem Wagen seines Festzuges eine Tragödie aufführen ließ (Thespis-Wagen). Schon wenige Jahrzehnte später (um 500 v. Chr.) wird das Geschehen in die zunächst kreisrunde Orchestra verlegt. Zum ersten Schauspieler (dem Protagonistes) gesellt sich ein zweiter und ein dritter; der Chor bleibt jedoch trotzdem weiter erhalten.

Äußerlich wird der Rahmen für die Tragödie dreigeteilt: Das ungefähr halbrund angelegte Theatron für die Zuschauer, die (nunmehr halbrunde) Orchestra für den Chor und die Skene (= Bühnenhaus) für die Schauspieler, die hier in Masken auftreten. Die Aufführung selbst ist zweiteilig: Auf die Tragödie, die das Hauptstück darstellt, folgt ein Satyrspiel, das versucht, einen heiteren oder versöhnlichen Abschluss zu schaffen. Die Tragödie selbst folgte streng vorgegebenen dramaturgischen Gesetzen. Ziel war dabei, durch Aufmerksamkeit erregende Beispiele das Mitgefühl des Zuschauers zu wecken (Katharsis = Läuterung, Reinigung der Seele). Wichtige Dichter dieser Zeit waren Aischylos, Sophokles und Euripides.

Aus dem Satyrspiel entwickelte sich in der Folge die Komödie als eigene Kunstgattung. Diese fand ihren Höhepunkt um 400 v. Chr. mit den Komödien von Aristophanes (Alte Komödie) und Menander (Neue Komödie).

Die klassische Blüte des griechischen Theaters geht zu Ende mit dem Niedergang der klassischen Polis Athen und der Gründung der hellenistischen Königreiche.

Die Wesenszüge des griechischen Bühnenkunst sind vor allem aufgrund der Poetik des Aristoteles (384 bis 322 v. Chr.) erhalten geblieben. Der Einfluss auf das europäische Theater zeigt sich einerseits dadurch, dass viele Stoffe, die von den klassischen Griechen verwendt wurden, später immer wieder Interesse hervorriefen und weiterverwendet wurden, so schon von den altrömischen Komödiendichtern Plautus und Terenz. Andererseits gab es aber auch zahlreiche Versuche, eine "Wiedergeburt" der klassischen Zeit anzuregen; natürlich immer unter Verschmelzung mit den jeweils herrschenden Zeitströmen.

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siehe auch: Griechische Tragödie, Griechische Komödie


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